Über mich

Es war einmal ein kleines Mädchen, die nach einem Zoobesuch mit gerade mal drei Jahren den Umriss eines Elefanten zeichnete. Grau erschien ihr für den Elefanten aber zu langweilig, also malte sie ihn bunt...

Ihr Vater war früher einmal freischaffender Künstler und so erkannte er in seiner Tochter ihr Talent und ermöglichte ihr seitdem so viele Pinsel und Bleistifte zu schwingen wie es nur in Reichweite seiner Tochter gab. Und das kleine Mädchen malte... und malte... und malte... Künstlerin zu werden war ihr Traum, aber sie wurde es nicht. Warum? Weil das Leben einen manchmal eben zwingt einen anderen Weg zu gehen. Träume nur Träume sein dürfen. Nicht gelebt werden, aber nie vergessen. Und manchmal führt einen das Leben dann auch wieder zurück. Zurück zu dir. Zurück zu mir. Zurück zur Kunst...

Sie hatte nie aufgehört zu malen… Die Öl-Malerei war ihre Passion. Weiche Farbe, zarte Pinsel, detailverliebt und perfektionistisch… Als Teenager wollte sie mit ihrer Kunst etwas aussagen. Sie wollte den Menschen mitteilen, dass mit der Welt etwas nicht stimmt. Das wir aufwachen müssen. Hinsehen. Ändern. Sie packte ihre Gefühle und Gedanken in surrealistische Bilder. Bilder von Mensch und Natur, die eins sein sollten, es aber nicht sind. Nicht mehr. Nie wieder? Nebenher verdiente sie sich neben Schule und Studium durch Auftragsarbeiten von Hund, Katze, Mensch etwas dazu.
Dann bahnte sich eine andere Leidenschaft ihren Weg. Worte gaben vielen Dingen eine Bedeutung, konnten so leicht das Innere nach außen kehren. Zusammenfegen. Auf den Punkt bringen. Die Worte drängen die Bildsprache in den Hintergrund. Ihre Bilder wurden dekorativer. Ließen sich gut aufhängen und schmückten ihre Wohnung. Aber nach der Geburt ihrer ersten Tochter verschob sich ihr Fokus ein weiteres Mal. Auf ein zarten Mündchen, kleine Füße, schlaflose Nächte. Öl ist eine lebende Farbe. Sie muss atmen und braucht Zeit sich zu entfalten. Aber die Zeit zerrieb sich zwischen der Liebe zu Staub. Also trockneten die Farbe und die Pinsel… Wurden hart.
Aber die Bekanntschaft mit einer anderen Künstlerseele holte sie zurück an den Pinsel. Sie entdeckt die Aquarellfarbe wieder für sich und dann kam das Papierkleid